Wer ist nicht auf Facebook? Handhoch. Natürlich gibt es immer noch genug Menschen, die sich Facebook enthalten. Für Privatmenschen ist das auch kein Beinbruch. Wer sonst nichts zu posten hat als Urlaubsbilder, Memes und Geburtstagsgrüße, der kann sich auch getrost dem “sozialen Netzwerken”enthalten.

Doch für Freelancer ist Facebook eigentlich ein unschätzbares Tool. Wie gesagt, ein unschätzbar wichtiges Werkzeug. Aber warum eigentlich? Wenn ich mir so manche Facebook-Seite eines Freelancers ansehe, dann glaube ich, dass derjenige es wirklich nicht weiß. Warum bin ich auf Facebook? Die Antwort sollte für Freelancer eigentlich sein: um Reichweite zu erzeugen, mich und meine Leistung zu zeigen und somit Akquise zu betreiben. Schaue ich mir aber die Seiten so an, glaube ich, die Kollegen haben da anderere Ansichten.

 

Was will der Kunde sehen?

Ich denke mal aus Interessentensicht. Wenn ich mich für einen Illustratoren interessiere, dann schau ich mir an, wer er ist und was er anbietet. Dabei führt der Weg nicht nur zur eigenen Website, sondern auch zu Branchenportalen, wie Xing oder LinkedIn. Vor allem aber auch zu Facebook. Wo kann man schon mehr persönliches und aktuelles finden als hier? Wenn die Website noch so toll gepflegt ist, treffe ich auf den Facebookprofilen nicht selten auf inhaltsleere Anwesenheitsnotizen „ja mich gibt’s auf Facebook“… mehr aber auch nicht. Wenn man Glück hat, finden sich hier ganz wenige Einträge zu besuchten Workshops oder Moods der Projekte von vor drei Jahren.

 

Interessenten wollen euch kennenlernen

Leute so geht das nicht. Die Facebookpräsenz gehört heute genauso dazu, wie die Firmenwebsite. Es ist nicht unbedingt notwendig eine Firmenseite auf Facebook anzulegen, macht meistens aber Sinn. Wirklich wichtig ist aber ein persönliches Profil, gerade wenn man als Lone Rider unterwegs ist. Die Besucher interessieren sich für euch. Also zeigt was von euch. Wenn ich einen Beitrag von einem tollen Kollegen finde, ist mein erster Weg auf dessen Profil. Ich will mehr von ihm wissen. Wer sich das entgehen lässt, verschenkt ganz viel Potential.

 

Wie präsentiere ich mich im Social Web?

Zuerst gilt natürlich auch hier, dass ein gutes Foto der beste Türöffner ist. Setzt ein ansprechendes Profilbild ein. Ich bin nicht der Meinung, dass es zwingend ein Fotos ein muss, aber ein Bild das euch zeigt ist von großem Vorteil und wenn es nur eine Illustration von euch ist. Jeder Post verrät etwas über uns. Zeige ich eher Partybilder oder Essenfotos? Das lenkt von unserem eigenen Schwerpunkt ab. Besser wäre auch das private Profil ganz konsequent auszurichten. Ich vermeide zb. ganz konsequent Einträge, die nichts mit meinem Job zu tun haben. Stattdessen findet man auf meinem Profil Bilder von mir und Kollegen, ich diskutiere in Fachgruppen und teile interessante Aktionen aus der Illustration. Gerade Diskussionen in Gruppen können erheblich zu eurem Bekanntheitsgrad beitragen. Aber achtet auf den Ton. Die höchste Reichweite haben aber immer noch Bilder und Videos der eigenen Arbeit. Wer hier regelmäßig etwas von sich zeigt, kann ziemlich schnell, ziemlich bekannt werden.

Ganz verkehrt ist es nicht auch mal private Interessen zu zeigen. Wo man gerne Urlaub macht oder welche Konzerte man besucht kann durchaus Sympathie bringen. Nicht wenige Kunden schätzen es etwas wirklich persönliches zu erfahren. Aber bitte denkt immer daran, dass alles wahrgenommen wird und peinliche oder zweifelhafte Postings beim Leser ein falsches Bild von euch zeigen könnten.

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