Bist du in der KSK? In der was fragst du dich jetzt vielleicht. Die KSK ist die Abkürzung für die Künstlersozialkasse. Und man ist dort Mitglied, wenn man als freiberuflicher Illustrator sozialen Schutz in der gesetzlichen Kranken,- Renten, und Pflegeversicherung bekommen möchte. Nicht jeder kommt in die KSK hinein, sie prüfen sehr genau, ob alle Bedingungen erfüllt sind. Welche das sind, kannst du auf den Seiten der KSK nachlesen. Aber in der Regel erfüllen wir freiberuflichen Illustratoren diese Bedingungen und werden aufgenommen.

 

Bei der Anmeldung ist es sinnvoll, so gut es geht nachzuweisen, dass man als Illustrator tätig ist oder es zukünftig vorhat. Liebhaberei zählt nicht, eine Berufsabsicht muss erkennbar sein. Das kann man nachweisen durch bereits geschriebene Rechnungen und Kontoauszüge mit Geldeingängen, durch Abschlusszeugnisse, die eigene Geschäftsausstattung und Webseite und ähnliche Unterlagen. Erreicht man ein Jahreseinkommen von über 3.900,00 Euro, so ist man versicherungspflichtig. Die ersten 3 Jahre darf das erzielte Einkommen noch unter dieser Grenze liegen, man gilt dann als Berufsanfänger.

 

Wichtig ist zu wissen, dass die Künstlersozialkasse keine Krankenversicherung ist, wie gerne angenommen und behauptet wird. Du bist weiterhin in deiner gesetzlichen Krankenversicherung versichert, nur die KSK übernimmt etwa die Hälfte deiner Beiträge. Wie ein Arbeitgeber also. Die hierfür erforderlichen Mittel werden aus einem Zuschuss des Bundes und aus einer Abgabe der Unternehmen finanziert, die künstlerische und publizistische Leistungen verwerten. Das bedeutet, die Gelder, die die KSK für dich an deine Versicherungen zahlt, bekommt sie zum Teil durch einen Zuschuss des Bundes, zu einem anderen Teil durch die sogenannte Verwerterabgabe. Leute, die eine künstlerische Leistung in Anspruch nehmen (also unsere Kunden), zahlen zusätzlich einen kleinen Teil der Summe, die wir in Rechnung stellen, an die KSK. Aktuell (2018) liegt dieser Anteil bei 4,2%. Die Verwerter melden ihre gezahlten Entgelte an Künstler und Publizisten der KSK, du hast damit nichts zu tun. Du musst auch deinen Kunden nicht auf diese Meldepflicht hinweisen. Aber natürlich kannst du einen entsprechenden Hinweis auf deiner Rechnung anbringen, als Service sozusagen. Es ist außerdem unerheblich, ob du in der KSK Mitglied bist oder nicht, der Kunde muss diese Abgabe in jedem Fall zahlen.

 

Und wie viel musst du nun zahlen, wenn doch die KSK einen Teil deiner Versicherungskosten übernimmt? Das richtet sich nach deinem Einkommen und wird einmal jährlich ermittelt und ggf. angepasst. Dazu machst du eine geschätzte Meldung über dein zu erwartendes Einkommen des nächsten Jahres und daraus bemisst sich dein Beitrag. Diesen Beitrag zahlst du an die KSK, diese bezahlt dann deine Versicherungen. Einmal jährlich bekommst du eine Auflistung, welche Beiträge und Summen genau für die jeweiligen Versicherungen gezahlt wurden.

 

Wenn du dich genauer informieren willst, dann schau doch mal direkt auf den Seiten der KSK vorbei. Dort findest du auch die Möglichkeit zur Anmeldung. Und wenn du jetzt noch weitere Fragen zu diesem Thema oder anderen wichtigen Dingen hast, die du zum Berufsstart wissen solltest, dann stehen wir dir mit einem individuellen Einzelcoaching zur Seite.

 

Buche dein Coaching

 

2 Comments

  • Sara sagt:

    Hallo,
    ist das Jahreseinkommen brutto oder netto berechnet, um in die KSK aufgenommen zu werden?

    Ahoi,
    Sara

    • SvenGeske sagt:

      Hallo Sara,

      „Das an die KSK zu meldende, voraussichtliche Arbeitseinkommen entspricht dem nach den allgemeinen Gewinnermittlungsvorschriften des Einkommensteuerrechts ermittelten Gewinn aus der selbständigen künstlerischen / publizistischen Tätigkeit, der aus der Differenz zwischen Betriebseinnahmen und Betriebsausgaben ermittelt wird (§ 15 SGB IV, § 4 Abs. 3 EStG).“
      Das schreibt die KSK dazu. Brutto/netto ist in unserem Fall etwas falsch zu verstehen. Beim Arbeitnehmer versteht man darunter das was er heraus bekommt nach Abzug von Steuern und Sozialversicherung. Unser Netto steht im Allgemeinen jedoch vor der Steuer. Es bemisst sich aus Betriebseinnahmen und -ausgaben.

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Alle Rechte liegen bei den Illustratoren Meike Teichmann und Sven Geske. Das unerlaubte Verwenden der Bilder oder Texte ist nicht gestattet.